- Fragt immer nach dem Warum, nicht nur nach dem Wie.
- Wie wird das Gender (soziales/gesellschaftliche Geschlecht) in den Texten über beschrieben? Versucht eine Charakterbeschreibung von Judith und Yeal zu erstellen.
- Was ist gerechter Zorn und wie drückt man ihn richtig aus? Und was ist dann ungerechter Zorn?
- Ist Töten jemals gerechtfertigt?
- Wie kann man Macht inne halten/ über eine Situations haben und trotzdem ein Gleichgewicht mit anderen halten ? Betrachtet Macht als einen Aspekt eurer Beziehungen: mit Kindern, mit Eltern, mit Lehrern, mit der Regierung, mit Tieren, mit der Natur, mit Männern und mit Frauen. Wie drückt sich Macht in den Texten aus?
Hier zunächst einige Ausschnitte aus der Sekundarliteratur. Ihr könnt diese Texte gerne lesen, müsst es aber nicht. Sie sind nicht notwendig zum Verständnis der Judith und Yael Geschichte, können aber gute Ergänzungen sein.
Der erste Text bezieht sich zwar speziell auf rabbinische Literatur, kann aber auch das Lesen von jeglichen jüdischen Texten ausgeweitet werden
Polemicists accuse the Talmud of sexism or misogyny at worst or exclusivism at best, both in its discourse and in the institutions based on it. It thus becomes meaningless to them for constituting a meaningful Jewish identity today. Apologists defend the rabbinic texts; their exclusivism is explained and thus always already justified to a certain degree. A way out of this battle is hard to find. However, a starting point for the way out from between these two fronts would be the assertion that a text, in and of itself, never simply is sexist or misogynist, unless we endow it with power over us, or unless institutions use the text to support a given power structure. Talmudic texts certainly lend themselves to such a use, and they have been used in Jewish cultural history, for instance, to exclude women from the most prized aspect of a Jewish religious life, that of learning. Nonetheless, the most powerful claim brought forth by feminist thinking in the Jewish context has perhaps been the claim that these texts belong to women also, that they are part of women's heritage, religious commitments and aesthetic pleasures. This claim already defies women's historical and in some cases institutional exclusion from learning Talmud. This claim and the related emergence of women scholars of Talmud already has begun to change the "face" of the text, as women move from being spectators in the talmudic beit midrash to being participants in it.
vollständiger Text hier
Es folgen vier, von mir geküzte Kapitel aus dem Apokryphen Judith Buch, diese sind nur auf Deutsch, da der Orginaltext wahrscheinlich auf Altgriechisch geschrieben war und nicht auf Hebräisch.
Danach gibt es zwei Ausschnitte aus der Geschichte um Jael. Diese habe ich gebracht, damit ihr sie mit den Texten aus Judith vergleichen könnt. Die Kapitel 8,13 und 16 sind die ausschlaggebenden.
(א) ואישה אלמנה הייתה בימים ההם בעיר בתול ושמה יהודית בת מררי בן עוץ בן יוסף בן עוזיאל בן חלקיהו בן חנניה בן גדעון בן רפאל בן אחיטוב בן עלי בן אהליהב בן נתנאל בן שמואל בן שאלתיאל:
(ב) ושם בעלה מנשה והוא היה ממשפחתה ומבית אביה וימת בימי קציר שעורים:[...]
(ד) ותישאר יהודית לבדה ותשב בימי אלמנותה שלוש שנים וארבעה ירחים:
(ה) ותעש לה חדר קטן בעליית ביתה ותשב שם חגורת שק ותצם יום יום בבגדי אלמנותה מלבד שבתות יי ומלבד ראשי החודשים ומועדי בני ישראל:
(ו) והיא הייתה יפת תואר ויפת מראה ובעלה השאיר לה כסף וזהב ועבדים ושפחות וצאן ובקר ועבודה רבה:
(ז) ותלך בדרכי יי ולא מצא בה איש ערות דבר:
(ח) ויהי כשמע יהודית את דברי העם מתאוננים רע באזני עוזיה על דבר המים אשר חסרו להם:
(ט) ואת אשר נשבע להם עוזיה לאמור כי בעוד חמשת ימים תינתן העיר ביד אשור:
(י) ותשלח את אמתה המושלת בכל אשר לה לקרוא לעוזיה ולזקני העיר לכברי ולכרמי ויבאו אליה:
(יא) ותאמר אליהם שמענו נא ראשי בתול לא כן הדבר אשר דברתם היום אל העם וכי נשבעתם לתת את העיר ביד האויב אם יי לא יעמד לנו בעוד חמשת ימים:
(יב) מי אתם כי תנסו את יי התחת אלוהים אתם לשפוט בינו ובין העם:
(יג) הן חקרי לב האדם לא תבינו והגיונותיו לא נגלו לכם ואיך תמצאו חקר בורא כל ואת אשר יעץ עלינו:[...]
(יז) הלא נדע כי אין בנו שבט או משפחה או עיר אשר לבבכם פונה היום מעם יי אלוהינו ללכת אחרי אלוהים אחרים מעשה ידי אדם כאשר עשו אבותינו בימי קדם ויפלו בחרב אויבנו ויהיו לבז ולמשיסה בגוים:
(יח) אנחנו ידענו כולנו כי אין אלוהים זולתו לכן לו לבדו נייחל כי בוז לא יבוז לנו ולזרענו: [...]
(כו) ויען עוזיה ויאמר כנים דבריך ואין בהם נפתל ועיקש:
(כז) גם לא מיום או מיומיים נודעה חכמתך כי אם מיום הולדך נפלאת בשערים ולבבך שלם עם יי:
(כח) אך כל העם צחה צמא נקהלו עלי ויפצרו בי לעשות כאשר דברתי וגם נשבענו להם ואת שבועתנו לא נפר:
(כט) ועתה יען כי אישה יראת אלוהים את העתירי אל יי בעדנו ויתן לנו מטר למלאות את בורותינו מים ולא נגווע בצמא:
(ל) ותאמר יהודית שמעוני אחי הנה יזמתי לעשות דבר אשר לא יסוף זכרו לדור ודור:
(לא) עמדו הלילה פתח שער העיר ואני אצא עם העומדת לפני ויי אלוהים פקוד יפקוד אותנו בידי בעוד מועד אשר אמרתם למסור את העיר:
(לב) רק אל תחקרו לדעת את אשר עם לבבי כי לא אענה אתכם דבר עד אשר אם עשיתי את אשר יעצתי לעשות:
[...]
(1) Zu der Zeit aber hörte Judith davon; sie war die Tochter Meraris, des Sohnes Ochs', des Sohnes Josephs, des Sohnes Ozels, des Sohnes Elkias, des Sohnes Ananjas, des Sohnes Gedeons, des Sohnes Raphaims, des Sohnes Acithos, des Sohnes Elius, des Sohnes Eliabs, des Sohnes Nathanaels, des Sohnes Samaels, des Sohnes Salasadals, des Sohnes Israels.
(2) Und Manasse war ihr Mann, von ihrem Stamm und ihrer Sippe, der bei der Gerstenernte starb.[...]
(4) So war Judith drei Jahre und vier Monate eine Witwe in ihrem Haus.
(5) Und sie machte sich ein Zelt auf dem Dach ihres Hauses; und sie legte einen Sack über ihre Lenden und trug ihr Witwenkleid. Und sie fastete alle Tage ihres Witwenstandes, ausgenommen die Vorabende der Schabbate und der Schabbate und die Vorabende der Neumonde und der Neumonde und die Feste und feierlichen Tage des Hauses Israel.
(6) Sie hatte auch ein liebliches Temperament und war sehr schön anzusehen. Und ihr Mann Manasse hatte ihr Gold und Silber, Knechte und Mägde, Vieh und Ländereien hinterlassen, und sie blieb bei ihnen.
(7) Und es gab niemanden, der ein böses Wort über sie sagte, denn sie fürchtete Gott sehr.
(8) Nun hörte sie die bösen Worte des Volkes gegen den Statthalter und dass sie aus Mangel an Wasser in Ohnmacht fielen;
(9) denn Judith hatte alle Worte gehört, die Usija zu ihnen gesprochen hatte, und dass er geschworen hatte, die Stadt nach fünf Tagen den Assyrern zu übergeben.
(10) Da sandte sie ihre Dienerin, die alles verwaltete, was sie besaß, um Usija, Chabris und Charmis, die Ältesten der Stadt, zu rufen.
(11) Und sie kamen zu ihr, und sie sagte zu ihnen: "Hört mich an, ihr Obersten der Einwohner von Bethulia; denn eure Worte, die ihr heute vor dem Volk gesprochen habt, sind nicht richtig, was den Eid betrifft, den ihr zwischen Gott und euch selbst geleistet und ausgesprochen habt, und euer Versprechen, die Stadt unseren Feinden zu überlassen, es sei denn, der Herr wendet sich innerhalb dieser Tage, um euch zu helfen.
(12) Wer seid ihr denn, dass ihr heute Gott versucht habt und anstelle von Gott unter den Menschenkindern steht?
(13) Und nun prüft den Herrn, den Allmächtigen, aber ihr werdet nichts erfahren. Denn ihr könnt das Herz des Menschen nicht ergründen, und was er denkt, könnt ihr nicht erkennen; wie wollt ihr also Gott erforschen, der das alles gemacht hat, und seinen Sinn erkennen oder seine Absicht begreifen?
[...]
(26) Und Usija sagte zu ihr: "Alles, was du gesagt hast, hast du mit gutem Herzen gesagt, und es gibt niemanden, der deine Worte widerlegen kann.
[...]
(29) So bete nun für uns, denn du bist eine gottesfürchtige Frau, und dann wird der Herr uns Regen schicken, um unsere Zisternen zu füllen, und wir werden nicht mehr in Ohnmacht fallen."
(30) Da sagte Judith zu ihnen: "Hört auf mich, und ich werde etwas tun, woran man sich in allen Generationen unter den Kindern unseres Volkes erinnern wird.
(31) Ihr werdet diese Nacht am Tor wachen, und ich werde mit meiner Dienerin hinausgehen; und innerhalb der Tage, die ihr versprochen habt, die Stadt an unsere Feinde zu übergeben, wird der Herr Israel durch meine Hand heimsuchen.
(32) Aber frage mich nicht, was ich tun werde, denn ich werde es dir nicht verraten, bis das, was ich tue, vollendet ist." [...]
Judith macht sich auf in das Lager des Holofernes, zuvor hat sich sich gesalbt,wunderschön gekleidet und ihren Schmuck angelegt. Sie beeindruckt die Wachen mit ihrem Äußern und ihrer Rede und so führen sie sie zu Holofernes.
(א) ויצו להביאה בחדר משמרת כלי כספו לשבת שם ולתת לה לאכול ולשתות מעל שלחנו:
(ב) ותאמר יהודית אל נא אדוני כי אם אוכל מלחמך וחטאתי לאלוהים הנה הבאתי את לחמי אתי:[...]
(ה) ויביאו אנשי הולופרנש אותה החדרה ותשכב ותישן עד חצי הלילה:
(ו) ותקם ותשלח אל הולופרנש לצוות את אנשיו לתיתה לצאת עם אמתה מחוץ למחנה להשתחות ליי:
(ז) ויצו את עבדיו לאמור אל תעצרו אותה לצאת ותשב שלושת ימים במחנה:[...]
(ט) ויהי ביום הרביעי ויעש הולופרנש משתה לאנשי ביתו ואת פקידי הצבא לא קרא ויאמר אל בגוא סריסו לאמור:
(י) לך נא אל האישה העבריה אשר אתך ופתה אותה לבא אל המשתה אשר עשיתי:[...]
(יח) ויהי בשבתה ותבער בו אש התאווה ונפשו שוקקה כי חשק בה מיום בואה אל המחנה ויאמר אליה שתי נא בתי והיטיבי לבך:
(יט) ותאמר יהודית אשתה כדברך כי מיום היוולדי לא ניכבדתי כזאת ותאכל ותשת את אשר הכינה לה אמתה:
(כ) וישמח הלופרנש לקראתה והוא שותה שכור כאשר לא שתה כל ימיו:
(1) Dann befahl er ihnen, sie dorthin zu bringen, wo sein Teller stand, und er wies sie an, für sie von seinem eigenen Fleisch zu kochen und von seinem eigenen Wein zu trinken.
(2) Judith aber sagte: "Ich will nicht davon essen, damit es kein Ärgernis gibt, sondern mir wird von dem, was ich mitgebracht habe, etwas zubereitet."[...]
(5) Da brachten die Diener des Holofernes sie in das Zelt, und sie schlief bis Mitternacht,
(6) und sie stand auf, als es auf die Morgenwache zuging. Und sie sandte zu Holofernes und ließ ihm sagen: "Mein Herr möge nun befehlen, dass deine Magd zum Gebet hinausgehe."
(7) Da befahl Holofernes seiner Wache, sie nicht zu hindern; so blieb sie drei Tage lang im Lager, [...]
(9) Und am vierten Tag machte Holofernes ein Festmahl nur für seine eigenen Knechte, und er rief keinen der Offiziere zu dem Festmahl. Dann sagte er zu Bagoas, dem Kämmerer, der für alles zuständig war, was er hatte,
(10) "Geh nun hin und überrede diese Hebräerin, die bei dir ist, dass sie zu uns kommt und mit uns isst und trinkt.
[...]
(18) Als nun Judith hereinkam und sich zu Holofernes setzte, wurde sein Herz von ihr entflammt und sein Geist erregt, und er begehrte ihre Gesellschaft sehr; denn er hatte schon lange darauf gewartet, sie zu verführen, seit dem Tag, an dem er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Da sagte Holofernes zu ihr: "Trinke jetzt und sei fröhlich mit uns."[...]
(19) Da sagte Judith: "Ich will jetzt trinken, mein Herr, denn mein Leben ist in mir heute höher als alle Tage, seit ich geboren bin." Da nahm sie und aß und trank vor ihm, was ihre Magd zubereitet hatte.
(20) Und Holofernes fand großen Gefallen an ihr und trank mehr Wein, als er jemals an einem Tag getrunken hatte, seit er geboren war.
[...]
(ג) ותישאר יהודית לבדה באוהל עם הלופרנש והוא שכור מיין וייפול על מיטתו ויירדם:
(ד) ותאמר אל אמתה שבי לך פה מחוץ לאוהל עד בואי אליך לצאת ולהתפלל כאשר הסכנתי לעשות:
(ה) וגם לבגוא אמרה כי תצא גם הלילה:
(ו) ויהי כי יצאו כולם ולא נשאר איש באוהל למקטון ועד גדול ותיגש אל המיטה אשר הוא שכב עליה ותתפלל בלבה ותאמר:
(ז) אל אלוהים אשר בידך הכוח והגבורה הבט נא וראה את מעשה ידי שפחתך להרים קרן ירושלים:
(ח) הנה קרבה עת פדות עם נחלתך כי תושיעני ימינך לתת נקמה בגוים אשר קמו עלינו:
(ט) ותיגש אל העמוד אשר בראש המיטה ותיקח את חרב הלופרנש מעליו:
(י) ותשלח את ידה ותיקחהו בציצית ראשו ותאמר יי אלוהים חזקני נא ואמצני אך הפעם:
(יא) ותך בחוזקה פעמים על צווארו ותכרות את ראשו ותגל נבלתו מעל המיטה ותיקח היריעה מעל העמוד ותצא:
(יב) ותיתן את ראש הלופרנש לאמתה ותצווה לתתו אל השק:
(יג) ותצאן שתיהן מן המחנה כדרכן לצאת להתפלל ותעבורנה את הערבה ותעלינה ההרה ותבאנה לפני שערי בתול:
(יד) ותקרא יהודית מרחוק אל שומרי השער לאמור:
(טו) פתחו לי את השער כי יי אלוהינו אתנו להראות לישראל את ידו ולצריו את זרועו כאשר החל לעשת ביום הזה:
(טז) ויהי כשמוע אנשי העיר את קולה וינהרו אל פתח השער ויקראו לזקני העיר:
(יז) וקטן וגדול התאספו לראותה כי כפלא הייתה בעיניהם ויפתחו את השער ויאספוה העירה:
(יח) וידליקו אש להאיר וכל העם הקיפו אותה מסביב:
(יט) ותישא יהודית את קולה ותאמר:
(כ) הודו ליי והללו לשמו כי לא הסיר חסדו מעל בית ישראל ומחץ פאת צרינו בידי הלילה:
(כא) ותיקח את ראש הלופרנש מן השק ותראהו את העם ותאמר:
(כב) הנה זה ראש הלופרנש זר צבא אשור וזאת היריעה אשר שכב אחריה והוא שכור וביד אישה הרגו אלוהים:
(כג) חי יי אשר הצליח דרכי כי רק במראי הטיתי את לבבו וידו לא נגעה בי לרעה:
(כד) ויחרד כל העם על המראה ויקדו וישתחוו ליי:[..]
[...]
(3) Judith aber war allein im Zelt, und Holofernes lag allein auf seinem Bett, denn er war vom Wein betrunken.
(4) Judith aber hatte ihrer Magd befohlen, vor ihrem Schlafgemach zu stehen und auf sie zu warten, bis sie hinausginge, wie sie es täglich tat; denn sie sagte, sie wolle hinausgehen, um zu beten,
(5) und sie redete mit Bagoas in der gleichen Absicht.
(6) So gingen alle hinaus, und niemand blieb im Schlafzimmer zurück, weder der Kleine noch der Große. Da stand Judith an seinem Bett und sprach in ihrem Herzen:
(7) "Herr, Gott aller Mächte, sieh jetzt auf die Werke meiner Hände zur Erhöhung Jerusalems.
(8) Denn jetzt ist die Zeit gekommen, deinem Erbe zu helfen und deine Pläne zur Vernichtung der Feinde auszuführen, die sich gegen uns erhoben haben."
(9) Dann ging sie zur Säule des Bettes, die zu Holofernes' Haupt stand, und nahm sein Schwert von dort herunter.
(10) Und sie trat an sein Bett heran, ergriff das Haar seines Hauptes und sagte: "Stärke mich, Herr, Gott Israels, heute."
(11) Und sie schlug ihm zweimal mit aller Kraft in den Nacken und schlug ihm den Kopf ab. Und sie stürzte seinen Leichnam vom Bett und riss den Baldachin von den Säulen herunter; und bald darauf ging sie hinaus
(12) und gab das Haupt des Holofernes ihrer Magd. Und sie steckte ihn in ihren Fleischbeutel,
(13) So gingen die beiden zusammen, wie es ihre Gewohnheit war, zum Gebet; und als sie das Lager hinter sich gelassen hatten, umrundeten sie das Tal und stiegen den Berg Bethulia hinauf und kamen zu seinen Toren.
(14) Da sagte Judith von weitem zu den Wächtern am Tor,
(15) "Öffnet, öffnet jetzt das Tor! Gott, unser Gott, ist mit uns, um seine Macht noch in Jerusalem und seine Kräfte gegen den Feind zu zeigen, wie er es an diesem Tag wahrlich getan hat!"
(16) Als nun die Männer ihrer Stadt ihre Stimme hörten, eilten sie zum Tor ihrer Stadt hinunter und riefen die Ältesten der Stadt.
(17) Und da liefen sie alle zusammen, die Kleinen und die Großen, denn sie waren überrascht, dass sie zurückgekommen war. Und sie öffneten das Tor und nahmen sie auf;
(18) Und sie machten ein Feuer, um es anzuzünden, und standen um sie herum.
(19) Da sagte sie mit lauter Stimme zu ihnen,
(20) "Lobt, lobt Gott, lobt Gott, denn er hat seine Barmherzigkeit nicht von dem Haus Israel genommen, sondern hat unsere Feinde durch meine Hände in dieser Nacht vernichtet."
(21) Und sie nahm den Kopf aus dem Sack, zeigte ihn und sagte zu ihnen,
(22) "Seht das Haupt des Holofernes, des Obersten des Heeres von Assur, und seht den Baldachin, auf dem er in seiner Trunkenheit gelegen hat; und der Herr hat ihn durch die Hand einer Frau erschlagen.
(23) So wahr der Herr lebt, der mich auf dem Weg, den ich eingeschlagen habe, bewahrt hat, meine Anziehungskraft hat ihn zu seinem Verderben verführt, und doch hat er sich nicht an mir versündigt, um mich zu verunreinigen und zu beschämen."
(24) Da staunte das ganze Volk sehr, verneigte sich und betete Gott an, [...]
(א) ותשר יהודית את השירה הזאת לעד בבני ישראל וכל העם ענו אחריה:[...]
(ח) שמלת אבל פשטה להקים אומללי
(כ) ויהודית לקחה כל כלי הלופרנש אשר נתנו לה ואת יריעת מיטתו ותחרימם ליי:
(כא) וישמחו כל העם לפני יי בירושלים שלושה חודשים ויהודית עימהם:
(כב) ואחרי כן פנה כל העם איש איש לביתו ויהודית שבה אל בתול ויגדל שמה בכל הארץ:
(כג) ורבים היו המבקשים אותה לאישה ותמאן ולא הייתה עוד לאיש אחרי מות מנשה בעלה:
(כד) ותשב בביתה עד עת זקנתה ויהיו שני חייה חמש שנים ומאת שנה:
(כה) ואת אמתה שלחה לחופשי ותמות בבתול ותקבר בקבר מנשה בעלה:[...]
1) Da fing Judith an, dieses Danklied für ganz Israel zu singen, und das ganze Volk sang ihr dieses Loblied nach. [...]
(20) Judith weihte auch alle Habseligkeiten des Holofernes, die ihr das Volk gegeben hatte, und den Baldachin, den sie aus seinem Schlafzimmer genommen hatte, gab sie dem Herrn zum Geschenk.
(21) So feierte das Volk drei Monate lang in Jerusalem vor dem Heiligtum, und Judith blieb bei ihnen.
(22) Nach dieser Zeit kehrte jeder in sein Erbteil zurück. Judith aber ging nach Betulia und blieb in ihrem eigenen Besitz; und während ihrer Zeit wurde sie im ganzen Land geehrt.
(23) Und viele begehrten sie, aber niemand kannte sie alle Tage ihres Lebens, nachdem Manasse, ihr Mann, gestorben und zu seinem Volk versammelt worden war.
(24) Aber sie wurde immer mehr in Ehren gehalten, und sie wurde alt im Hause ihres Mannes, bis sie hundertfünf Jahre alt wurde;
(25) und sie gab ihre Dienerin frei. So starb sie in Betulia, und man begrub sie in der Höhle ihres Mannes Manasse.[...]
5)Sie saß unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bet-El, auf dem Gebirge Efraim, die Kinder Israel zogen hinauf zu ihr zu Gericht.
6)Sie ließ sich rufen den Barak, Sohn Abinoams aus Kedes Naftali, und sprach zu ihm: Der Herr, der Gott Israels, hat befohlen: Gehe und führe nach dem Berg Tabor mit dir zehntausend Mann von den Söhnen Naftali und von den Söhnen Sebulun.
7)Und ich werde dir zuführen an den Fluss Kischon hin den Sisera, Heerführer Jabins, seine Wagen und seine Volksmenge, und ihn in deine Hand geben.
8)Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir gehest, so gehe ich; wenn du aber nicht mit mir gehest, geh‘ ich nicht.
9)Sie sprach: Ich will mit dir gehen, nur dass es dein Ruhm nicht sein wird auf dem Wege, den du gehest; denn in die Hand eines Weibes wird der Herr liefern den Sisera. Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedes.
(יז) וְסִֽיסְרָא֙ נָ֣ס בְּרַגְלָ֔יו אֶל־אֹ֣הֶל יָעֵ֔ל אֵ֖שֶׁת חֶ֣בֶר הַקֵּינִ֑י כִּ֣י שָׁל֗וֹם בֵּ֚ין יָבִ֣ין מֶלֶךְ־חָצ֔וֹר וּבֵ֕ין בֵּ֖ית חֶ֥בֶר הַקֵּינִֽי׃ (יח) וַתֵּצֵ֣א יָעֵל֮ לִקְרַ֣את סִֽיסְרָא֒ וַתֹּ֣אמֶר אֵלָ֗יו סוּרָ֧ה אֲדֹנִ֛י סוּרָ֥ה אֵלַ֖י אַל־תִּירָ֑א וַיָּ֤סַר אֵלֶ֙יהָ֙ הָאֹ֔הֱלָה וַתְּכַסֵּ֖הוּ בַּשְּׂמִיכָֽה׃ (יט) וַיֹּ֧אמֶר אֵלֶ֛יהָ הַשְׁקִינִי־נָ֥א מְעַט־מַ֖יִם כִּ֣י צָמֵ֑אתִי וַתִּפְתַּ֞ח אֶת־נֹ֧אוד הֶחָלָ֛ב וַתַּשְׁקֵ֖הוּ וַתְּכַסֵּֽהוּ׃ (כ) וַיֹּ֣אמֶר אֵלֶ֔יהָ עֲמֹ֖ד פֶּ֣תַח הָאֹ֑הֶל וְהָיָה֩ אִם־אִ֨ישׁ יָבֹ֜א וּשְׁאֵלֵ֗ךְ וְאָמַ֛ר הֲיֵֽשׁ־פֹּ֥ה אִ֖ישׁ וְאָמַ֥רְתְּ אָֽיִן׃ (כא) וַתִּקַּ֣ח יָעֵ֣ל אֵֽשֶׁת־חֶ֠בֶר אֶת־יְתַ֨ד הָאֹ֜הֶל וַתָּ֧שֶׂם אֶת־הַמַּקֶּ֣בֶת בְּיָדָ֗הּ וַתָּב֤וֹא אֵלָיו֙ בַּלָּ֔אט וַתִּתְקַ֤ע אֶת־הַיָּתֵד֙ בְּרַקָּת֔וֹ וַתִּצְנַ֖ח בָּאָ֑רֶץ וְהֽוּא־נִרְדָּ֥ם וַיָּ֖עַף וַיָּמֹֽת׃ (כב) וְהִנֵּ֣ה בָרָק֮ רֹדֵ֣ף אֶת־סִֽיסְרָא֒ וַתֵּצֵ֤א יָעֵל֙ לִקְרָאת֔וֹ וַתֹּ֣אמֶר ל֔וֹ לֵ֣ךְ וְאַרְאֶ֔ךָּ אֶת־הָאִ֖ישׁ אֲשֶׁר־אַתָּ֣ה מְבַקֵּ֑שׁ וַיָּבֹ֣א אֵלֶ֔יהָ וְהִנֵּ֤ה סִֽיסְרָא֙ נֹפֵ֣ל מֵ֔ת וְהַיָּתֵ֖ד בְּרַקָּתֽוֹ׃ (כג) וַיַּכְנַ֤ע אֱלֹהִים֙ בַּיּ֣וֹם הַה֔וּא אֵ֖ת יָבִ֣ין מֶֽלֶךְ־כְּנָ֑עַן לִפְנֵ֖י בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל׃
17)Sisera floh zu Fuße in das Zelt Jaëls, des Weibes des Keniten Heber, denn Frieden war zwischen Jabin, König von Hazor, und dem Hause des Keniten Heber.
18) Da ging Jaël dem Sisera entgegen, und sprach zu ihm. Kehre ein, mein Herr, kehre ein bei mir, fürchte nicht. Er kehrte bei ihr ein in das Zelt, und sie bedeckte ihn mit einer Decke.21)Da nahm Jaël, die Frau Hebers, den Zeltnagel und tat den Hammer in ihre Hand und trat zu ihm leise stieß den Nagel in seine Schläfe; er drang durch in die Erde; [Sisera] aber lag und betäubt, ward ohnmächtig und starb.
22)Unterdessen verfolgte Barak den Sisera, da kam Jaël ihm entgegen und sprach zu ihm: Komm, ich will dir zeigen den Mann, den du suchst; und er kam zu ihr, Sisera lag tot und der Nagel in seiner Schläfe.
23)So demütigte Gott an jenem Tage den Jabin, König von Kanaan, vor den Kindern Israel.