Chapter 6ו׳
1 א

הָאוֹכֵל כְּזַיִת מִן הַדָּם בְּמֵזִיד חַיָּב כָּרֵת בְּשׁוֹגֵג מֵבִיא חַטָּאת קְבוּעָה. וְדָבָר מְפֹרָשׁ בַּתּוֹרָה שֶׁאֵינוֹ חַיָּב אֶלָּא עַל דַּם בְּהֵמָה חַיָּה וְעוֹף בִּלְבַד בֵּין טְמֵאִין בֵּין טְהוֹרִין שֶׁנֶּאֱמַר (ויקרא ז כו) "וְכָל דָּם לֹא תֹאכְלוּ בְּכל מוֹשְׁבֹתֵיכֶם לָעוֹף וְלַבְּהֵמָה". וְחַיָּה בִּכְלַל בְּהֵמָה שֶׁנֶּאֱמַר (דברים יד ד) "זֹאת הַבְּהֵמָה אֲשֶׁר תֹּאכֵלוּ שׁוֹר" וְגוֹ' (דברים יד ה) "אַיָּל וּצְבִי" וְגוֹ'. אֲבָל דַּם דָּגִים וַחֲגָבִים וּשְׁקָצִים וּרְמָשִׂים וְדַם הָאָדָם אֵין חַיָּבִין עָלָיו מִשּׁוּם דָּם. לְפִיכָךְ דַּם דָּגִים וַחֲגָבִים טְהוֹרִים מֻתָּר לְאָכְלוֹ וַאֲפִלּוּ כְּנָסוֹ בִּכְלִי וְשָׁתָהוּ מֻתָּר. וְדַם חֲגָבִים וְדָגִים טְמֵאִים אָסוּר מִשּׁוּם שֶׁהוּא תַּמְצִית גּוּפָן כַּחֲלֵב בְּהֵמָה טְמֵאָה. וְדַם שְׁקָצִים כִּבְשָׂרָן כְּמוֹ שֶׁבֵּאַרְנוּ:

Blut
Wer Blut vom Quantum einer Olive isst, verwirkt, wenn er es absichtlich tut, die Strafe der Vertilgung (Karet); wenn es aber unabsichtlich geschah, muss er das gewöhnliche Sühnopfer darbringen. Es ist jedoch ausdrücklich in der Schrift erklärt, dass die Straffälligkeit nur auf das Blut von Hausvieh, Wild und Geflügel steht, wobei zwar kein Unterschied zwischen reinem oder unreinem stattfindet, denn es heißt: »Und was nur Blut ist, sollet ihr nicht essen in allen euren Wohnorten bei Geflügel und Hausvieh«. Wilde vierfüßige Tiere sind aber unter dem Ausdrucke Vieh mitbegriffen, denn es heißt: »Folgendes ist das Vieh, das ihr essen dürfet: Ochs .... Hindin und Hirsch«. Das Genießen des Blutes von Fischen, Heuschrecken, kriechenden und krabbelnden Tieren hingegen, bewirkt keine Strafe, daher ist das Blut ersterer geradezu erlaubt zu essen, selbst wenn man es in ein Geschirr sammelte und es als Speise isst; das Blut von unreinen Heuschrecken und Fischen ist bloß deswegen für den Genuss verboten, weil es einen Bestandteil ihres Körpers, ganz wie die Milch eines unreinen Haustieres, ausmacht; — das Blut kriechender Tiere ist ganz wie deren Fleisch für den Genuss verboten, wie wir es bereits erklärt.

2 ב

דַּם הָאָדָם אָסוּר מִדִּבְרֵי סוֹפְרִים אִם פֵּרַשׁ. וּמַכִּין עָלָיו מַכַּת מַרְדּוּת. אֲבָל דַּם הַשִּׁנַּיִם בּוֹלְעוֹ וְאֵינוֹ נִמְנַע. הֲרֵי שֶׁנָּשַׁךְ בְּפַת וּמָצָא עָלֶיהָ דָּם גּוֹרֵר אֶת הַדָּם וְאַחַר כָּךְ אוֹכֵל שֶׁהֲרֵי פֵּרַשׁ:

Das Blut des Menschen, wenn es aus dem Körper rausfließt, ist aufgrund einer rabbinischen Verordnung zum Verzehr verboten und man geißelt ihn mit der Mardut-Geißlung. Das Blut der Zähne darf man schlucken. Beißt man aufs Brot und etwas Blut bleibt darauf, muss man das Blut entfernen, um das Brot zu essen, den denn es ist abgeflossenes Blut.

3 ג

אֵין חַיָּבִין כָּרֵת אֶלָּא עַל דָּם הַיּוֹצֵא בִּשְׁעַת שְׁחִיטָה וּנְחִירָה אוֹ הַתָּזַת הָרֹאשׁ כָּל זְמַן שֶׁיֵּשׁ בּוֹ אַדְמוּמִית. וְעַל הַדָּם הַכָּנוּס בְּתוֹךְ הַלֵּב. וְעַל דַּם הַקָּזָה כָּל זְמַן שֶׁהוּא מְקַלֵּחַ וְיוֹצֵא. אֲבָל הַדָּם הַשּׁוֹתֵת בִּתְחִלַּת הַקָּזָה קֹדֶם שֶׁיַּתְחִיל לְקַלֵּחַ וְדָם הַשּׁוֹתֵת בְּסוֹף הַקָּזָה כְּשֶׁיַּתְחִיל הַדָּם לִפְסֹק אֵין חַיָּבִין עָלָיו וַהֲרֵי הוּא כְּדַם הָאֵיבָרִים. שֶׁדַּם הַקִּלּוּחַ הוּא הַדָּם שֶׁהַנֶּפֶשׁ יוֹצְאָה בּוֹ:

Man bewirkt die Strafe der Vertilgung nur wegen des Genusses des Blutes, das beim Schlachten, Stechen, oder Abschlagen des Kopfes herauskommt, so lange es noch rot ist; wegen des Genusses des Blutes aber, das im Herzen enthalten ist und bei einem Aderlass abfließt, nur so lange als die Strömung fortdauert; hingegen das Blut, welches zu Anfänge des Aderlasses hervorquillt, bevor noch die Strömung begonnen, wie auch dasjenige welches nach dem Abflüsse schon dicker wird, bewirkt nicht diese Strafe, sondern ist wie das Blut von Gliedmaßen zu betrachten, indem nur strömendes Blut dasjenige ist, welches das Leben entfernt.

4 ד

דַּם הַתַּמְצִית וְדַם הָאֵיבָרִין כְּגוֹן דַּם הַטְּחוֹל וְדַם הַכְּלָיוֹת וְדַם בֵּיצִים וְדָם הַמִּתְכַּנֵּס לַלֵּב בִּשְׁעַת שְׁחִיטָה וְדָם הַנִּמְצָא בַּכָּבֵד אֵין חַיָּבִין עָלָיו כָּרֵת. אֲבָל הָאוֹכֵל מִמֶּנּוּ כְּזַיִת לוֹקֶה שֶׁנֶּאֱמַר (ויקרא ג יז) (ויקרא ז כו) "וְכָל דָּם לֹא תֹאכֵלוּ". וּבְחִיּוּב כָּרֵת הוּא אוֹמֵר (ויקרא יז יא) "כִּי נֶפֶשׁ הַבָּשָׂר בַּדָּם הִיא" אֵינוֹ חַיָּב כָּרֵת אֶלָּא עַל הַדָּם שֶׁהַנֶּפֶשׁ יוֹצְאָה בּוֹ:

Herausgedrücktes Blut, so auch Blut aller andern Gliedmaßen, wie z. B. das Blut der Milz, der Nieren, Hoden, ja sogar dasjenige, welches nach dem Abschlachten sich zum Herzen drängt, ebenso das Blut, welches in der Leber vorgefunden wird — bewirken nicht durch ihren Genuss die Strafe der Vertilgung; wer aber davon das Quantum einer Olive isst, bekommt die Geißelung, da es auch heißt: »Und kein Blut sollt ihr essen«; bei der Strafe der Vertilgung aber sagt die Schrift: »Denn die Seele des Fleisches ist im Blute«, also steht die Vertilgung nur auf dasjenige Blut, welches das Leben entführt.

5 ה

הַשָּׁלִיל הַנִּמְצָא בִּמְעֵי הַבְּהֵמָה הֲרֵי דָּמוֹ כְּדַם הַיָּלוּד. לְפִיכָךְ הַדָּם הַנִּמְצָא כָּנוּס בְּתוֹךְ לִבּוֹ חַיָּבִין עָלָיו כָּרֵת אֲבָל שְׁאָר דָּמוֹ הֲרֵי הוּא כְּדַם הָאֵיבָרִין:

Das Blut eines Fetus, welches in den Eingeweiden des Tieres vorgefunden wird, gleicht dem Blute eines schon bereits geworfenen Jungen, daher steht die Strafe der Vertilgung nur auf den Genuss des Blutes, welches in dessen Herzen ist, das übrige Blut aber ist wie Gliedmaßenblut zu betrachten.

6 ו

הַלֵּב בֵּין לְצָלִי בֵּין לִקְדֵרָה קוֹרְעוֹ וּמוֹצִיא אֶת דָּמוֹ וְאַחַר כָּךְ מוֹלְחוֹ. וְאִם בִּשֵּׁל הַלֵּב וְלֹא קְרָעוֹ קוֹרְעוֹ אַחַר שֶׁבִּשְּׁלוֹ וּמֻתָּר. וְאִם לֹא קְרָעוֹ וַאֲכָלוֹ אֵינוֹ חַיָּב עָלָיו כָּרֵת. בַּמֶּה דְּבָרִים אֲמוּרִים בְּלֵב הָעוֹף שֶׁאֵין בּוֹ כְּזַיִת דָּם. אֲבָל אִם הָיָה לֵב בְּהֵמָה חַיָּב כָּרֵת שֶׁהֲרֵי יֵשׁ בּוֹ כְּזַיִת מִדָּם שֶׁבְּתוֹךְ הַלֵּב שֶׁחַיָּבִין עָלָיו כָּרֵת:

Um das Herz zu genießen, hat man es durchzureißen, und das Blut herauszudrücken, sodass es gesalzen werden muss, — und so kann es sowohl zum Kochen, als zum Braten gebraucht werden; hat man das Herz gekocht, ohne es durchgerissen zu haben, so tue man dieses nach dem Kochen und genieße es erst dann; hat man es verzehrt, ohne es durch gerissen zu haben, so steht darauf noch immer nicht die Strafe der Vertilgung; letzteres jedoch bezieht sich nur auf den Genuss eines Herzens von Geflügel, worin sich Blut, nicht vom Quantum einer Olive, findet; auf den Genuss eines Herzens von Großvieh hingegen, steht wohl die Vertilgung, weil darin sich doch bestimmt eigentliches Herzblut, das die Vertilgung bewirkt, vom Quantum einer Olive befindet.

7 ז

הַכָּבֵד אִם חֲתָכָהּ וְהִשְׁלִיכָהּ לְתוֹךְ הַחֹמֶץ אוֹ לְתוֹךְ מַיִם רוֹתְחִין עַד שֶׁתִּתְלַבֵּן הֲרֵי זוֹ מֻתֶּרֶת לְבַשֵּׁל אוֹתָהּ אַחַר כֵּן. וּכְבָר נָהֲגוּ כָּל יִשְׂרָאֵל לְהַבְהֲבָהּ עַל הָאוּר וְאַחַר כָּךְ מְבַשְּׁלִין אוֹתָהּ בֵּין שֶׁבִּשְּׁלָהּ לְבַדָּהּ בֵּין שֶׁבִּשְּׁלָהּ עִם בָּשָׂר אַחֵר. וְכֵן מִנְהָג פָּשׁוּט שֶׁאֵין מְבַשְּׁלִין הַמֹּחַ שֶׁל רֹאשׁ וְלֹא קוֹלִין אוֹתוֹ עַד שֶׁמְּהַבְהֲבִין אוֹתוֹ בָּאוּר:

Die Leber ist zum Genuss erlaubt, wenn sie vor dem Kochen zerschnitten und in Essig gelegt worden, oder in kochendes Wasser so lange lag, bis sie weiß geworden; es ist aber bereits in ganz Israel Sitte, selbige zuerst roh auf dem Feuer zu rösten und sie dann zu kochen, — wobei es sich ganz gleichbleibt, ob man die Leber allein oder mit anderem Fleische kocht; es ist ebenfalls eine allgemeine Sitte, dass man Gehirn weder kocht noch bratet, bevor es nicht über dem Feuer geführt wurde.

8 ח

הַכָּבֵד שֶׁבִּשְּׁלָהּ וְלֹא הִבְהֲבָהּ עַל הָאוּר וְלֹא חֲלָטָהּ בְּחֹמֶץ אוֹ בְּרוֹתְחִין הֲרֵי הַקְּדֵרָה כֻּלָּהּ אֲסוּרָה הַכָּבֵד וְכָל שֶׁנִתְבַּשֵּׁל עִמָּהּ. וּמֻתָּר לִצְלוֹת כָּבֵד עִם הַבָּשָׂר בְּשִׁפּוּד אֶחָד וְהוּא שֶׁתִּהְיֶה הַכָּבֵד לְמַטָּה. וְאִם עָבַר וּצְלָאָהּ לְמַעְלָה מִבָּשָׂר הֲרֵי זֶה אוֹכְלוֹ:

Hat man die Leber gekocht, ohne sie vorher über Feuer geführt und in Essig oder kochendem Wasser geweicht zu haben, so ist die ganze Speise, sowohl die Leber, als alles andere, was mit ihr gekocht wurde, für den Genuss verboten; hingegen ist es erlaubt, Leber zusammen mit Fleisch an einem Bratspieß zu braten, jedoch muss hierbei die Leber unter dem Fleische liegen; lag sie über dem Fleische, so kann man sie, wenn sie mit Fleisch zusammen gekocht wurde, doch essen.

9 ט

הַטְּחוֹל מֻתָּר לְבַשְּׁלוֹ אֲפִלּוּ עִם הַבָּשָׂר שֶׁאֵינוֹ דָּם אֶלָּא בָּשָׂר הַדּוֹמֶה לְדָם. הַשּׁוֹבֵר מִפְרֶקֶת בְּהֵמָה קֹדֶם שֶׁתֵּצֵא נַפְשָׁהּ הֲרֵי הַדָּם נִבְלַע בָּאֵיבָרִים וְאָסוּר לֶאֱכל מִמֶּנָּה בָּשָׂר חַי וַאֲפִלּוּ חֲלָטוֹ. אֶלָּא כֵּיצַד יַעֲשֶׂה. יַחְתֹּךְ הַחֲתִיכָה וְיִמְלַח יָפֶה יָפֶה וְאַחַר כָּךְ יְבַשֵּׁל אוֹ יִצְלֶה. וּכְבָר בֵּאַרְנוּ שֶׁהַשּׁוֹחֵט בְּהֵמָה חַיָּה וְעוֹף וְלֹא יָצָא מֵהֶן דָּם שֶׁהֵן מֻתָּרִין:

Die Milz kann genossen werden, selbst wenn sie mit Fleisch zusammen gekocht wurde, da sie nicht Blut, sondern Blut ähnliches Fleisch enthält. Das rohe Fleisch eines Tieres, dem der Nacken vor dem Aushauchen des Lebens zerbrochen wurde, ist für den Genuss, selbst wenn es in Essig geweicht wurde, verboten, da das Blut in die Glieder zurückgedrängt wird; dessen Genuss ist aber erlaubt, wenn man folgendes Verfahren beobachtet: man zerschneide das zum Essen bestimmte Stück, salze es gehörig durch, bis es rein wird, und koche oder brate es dann; wir haben aber bereits oben erklärt, dass, wenn man Hausvieh, Tiere oder Geflügel schlachtet, und dabei kein Blut abläuft, die geschlachteten Tiere dennoch erlaubt sind.

10 י

אֵין הַבָּשָׂר יוֹצֵא מִידֵי דָּמוֹ אֶלָּא אִם כֵּן מוֹלְחוֹ יָפֶה יָפֶה וּמְדִיחוֹ יָפֶה יָפֶה. כֵּיצַד עוֹשֶׂה. מֵדִיחַ הַבָּשָׂר תְּחִלָּה וְאַחַר כָּךְ מוֹלְחוֹ יָפֶה יָפֶה וּמַנִּיחוֹ בְּמִלְחוֹ כְּדֵי הִלּוּךְ מִיל. וְאַחַר כָּךְ מְדִיחוֹ יָפֶה יָפֶה עַד שֶׁיֵּצְאוּ הַמַּיִם זַכִּים וּמַשְׁלִיכוֹ מִיָּד לְתוֹךְ מַיִם רוֹתְחִין אֲבָל לֹא לְפוֹשְׁרִין כְּדֵי שֶׁיִּתְלַבֵּן מִיָּד וְלֹא יֵצֵא דָּם:

Fleisch wird nicht eher vom Blute völlig befreit, als bis man es stark durchsalzt und gut in Wasser abspült; man verfährt hierbei wie folgt: Zuerst wird das Fleisch in Wasser abgespült, dann ganz stark mit Salz bestreut und im Salze so lange liegen gelassen, wie viel Zeit man nötig hat, um eine Mille zu gehen, darauf wird es wieder so lange mit Wasser abgespült, bis dieses ganz rein herunterfließt — sodass es alsbald in kochendes, nicht aber in lauwarmes Wasser gelegt werden muss, damit es sich bald zusammenziehe und nicht mehr Blut herauskomme.

11 יא

כְּשֶׁמּוֹלְחִין הַבָּשָׂר אֵין מוֹלְחִין אוֹתוֹ אֶלָּא בִּכְלִי מְנֻקָּב. וְאֵין מוֹלְחִין אֶלָּא בְּמֶלַח עָבֶה כְּחוֹל הַגַּס. שֶׁהַמֶּלַח דַּק כְּקֶמַח יִבָּלַע בַּבָּשָׂר וְלֹא יוֹצִיא דָּם. וְצָרִיךְ לְנַפֵּץ הַבָּשָׂר מִן הַמֶּלַח וְאַחַר כָּךְ יְדִיחֶנּוּ:

Wenn das Fleisch gesalzen wird, darf es nur in einem durchlöcherten Gefäße geschehen, auch darf nur mit Salz, das so grob wie große Sandkörner sind, gesalzen werden, weil das Fleisch anderes, wie Mehl feines, Salz, in sich zieht, ohne das Blut herauszutreiben; das Fleisch muss übrigens vom Salze abgeschüttelt und dann abgespült werden.

12 יב

כָּל הַדְּבָרִים הָאֵלּוּ לְבָשָׂר שֶׁצָּרִיךְ לְבַשְּׁלוֹ אֲבָל לְצָלִי מוֹלֵחַ וְצוֹלֶה מִיָּד. וְהָרוֹצֶה לֶאֱכל בָּשָׂר חַי מוֹלְחוֹ יָפֶה יָפֶה וּמְדִיחוֹ יָפֶה יָפֶה וְאַחַר כָּךְ יֹאכַל. וְאִם חֲלָטוֹ בְּחֹמֶץ מֻתָּר לְאָכְלוֹ כְּשֶׁהוּא חַי. וּמֻתָּר לִשְׁתּוֹת הַחֹמֶץ שֶׁחֲלָטוֹ בּוֹ שֶׁאֵין הַחֹמֶץ מוֹצִיא הַדָּם:

Alle diese Maßregeln sind bloß bei Fleisch, das zum Kochen bestimmt ist, zu beobachten; Bratenfleisch kann gleich nach dem Salzen gebraten werden; will Jemand rohes Fleisch essen, so salze er es gut ein und spüle es dann gehörig ab, sodass er es für sich zum Essen präparieren kann; hat man es in Essig gelegt, so kann man es auch roh essen und sogar den Essig genießen, weil Essig kein Blut hervorzieht.

13 יג

חֹמֶץ שֶׁחָלַט בּוֹ בָּשָׂר לֹא יַחְלֹט בּוֹ פַּעַם שְׁנִיָּה. וַחֲתִיכָה שֶׁהֶאֱדִימָה בְּתוֹךְ הַחֹמֶץ הִיא וְהַחֹמֶץ אֲסוּרִין עַד שֶׁיִּמְלַח אוֹתָהּ יָפֶה יָפֶה וְיִצְלֶה. בָּשָׂר שֶׁהֶאְדִּים וְכֵן בֵּיצֵי בְּהֵמָה וְחַיָּה בִּקְלִיפָה שֶׁעֲלֵיהֶן. וְכֵן הָעֹרֶף שֶׁבּוֹ הַמִּזְרָקִים שֶׁהֵן מְלֵאִים דָּם. אִם חֲתָכָן וּמְלָחָן כַּדָּת מֻתָּר לְבַשְּׁלָן. וְאִם לֹא חֲתָכָן וּצְלָאָן בְּשִׁפּוּד וְצָלָה הָעֹרֶף וּפִיו לְמַטָּה אוֹ שֶׁצְּלָאָן כֻּלָּן עַל הַגֶּחָלִים הֲרֵי אֵלּוּ מֻתָּרִין:

Essig, worin schon einmal Fleisch gelegen hat, darf nicht zum zweiten Male zu demselben Behufe gebraucht werden; wurde ein Stück Fleisch in Essig rot, so bleibt es samt dem Essig so lange verboten, bis das Fleisch recht gut gesalzen und dann gebraten wurde; rotgewordenes Fleisch, Hoden von Vieh und Wild, die noch das Oberhäutchen auf sich haben, ebenso der Nacken, worin sich die mit Blut gefüllten Adern befinden, sind, wenn sie gesetzlich zerschnitten und gesalzen wurden, zum Kochen erlaubt; wurden sie nicht zerschnitten, aber an dem Bratspieße gebraten, und zwar so, dass die Öffnung des Nackens herabhing, oder wurden alle diese Gegenstände auf Kohlen gebraten, so sind sie auch erlaubt.

14 יד

רֹאשׁ הַבְּהֵמָה שֶׁצָּלָהוּ בְּתַנּוּר אוֹ בְּכִבְשָׁן אִם תָּלָהוּ וּבֵית שְׁחִיטָתוֹ לְמַטָּה מֻתָּר שֶׁהַדָּם יוֹצֵא וְשׁוֹתֵת. וְאִם הָיָה בֵּית הַשְּׁחִיטָה מִן הַצַּד מֹחוֹ אָסוּר. שֶׁהַדָּם מִתְקַבֵּץ לְתוֹכוֹ. וּשְׁאָר הַבָּשָׂר שֶׁעַל הָעֲצָמוֹת מִבַּחוּץ מֻתָּר. הִנִּיחַ חָטְמוֹ לְמַטָּה אִם הִנִּיחַ בּוֹ גֶּמִי אוֹ קָנֶה כְּדֵי שֶׁיִּשָּׁאֵר פָּתוּחַ וְיֵצֵא דָּמוֹ דֶּרֶךְ חָטְמוֹ מֻתָּר וְאִם לָאו מֹחוֹ אָסוּר:

Der Kopf eines Hausviehes, welcher im Back - oder Brennofen gebraten wurde, ist für den Genuss erlaubt, wenn er während des Bratens so hing, dass die Einschnittsstelle nach unten lag, — in welchem Falle das Blut abfließt und hervorquillt; war die Einschnittsstelle nach der Seite hingewendet, so ist das Gehirn des Kopfes verboten, weil das Blut sich dahin drängt; das Fleisch aber, welches sich an dem äußeren Knochen befindet, ist erlaubt; war die Schnauze nach unten gekehrt, und Stroh oder Rohr darein gesteckt, damit sie offen bleibe und das Blut abfließe so ist das Gehirn zum Genuss erlaubt; wenn die Schnauze aber nicht so lag, so ist das Gehirn verboten.

15 טו

אֵין מַנִּיחִין כְּלִי תַּחַת הַצָּלִי לְקַבֵּל מֵימָיו עַד שֶׁתִּכְלֶה כָּל מַרְאֶה אַדְמוּמִית שֶׁבּוֹ. וְכֵיצַד עוֹשִׂין. מַשְׁלִיכִין לְתוֹךְ הַכְּלִי מְעַט מֶלַח וּמַנִּיחַ הַכְּלִי עַד שֶׁיִּצָּלֶה וְלוֹקֵחַ הַשַּׁמְנוּנִית שֶׁל מַעְלָה וְהַמַּיִם שֶׁל מַטָּה שֶׁתַּחַת הַשַּׁמְנוּנִית אֲסוּרָה:

Man darf nicht ein Geschirr unter Bratfleisch stellen, um das abrinnende Wasser aufzusagen, bis das Wasser ganz die rötliche Farbe verloren; man hat hierbei aber wie folgt zu verfahren: Man werfe in das Gefäß etwas Salz hinein, lasse das Gefäß unter dem Braten bis dieser gar geworden, alsdann nehme man das Fett von oben herunter, das Wasser aber, welches sich unter dem Fette befindet, ist verboten.

16 טז

פַּת שֶׁחָתַךְ עָלֶיהָ בָּשָׂר צָלִי מֻתָּר לְאָכְלָהּ שֶׁאֵינָהּ אֶלָּא שַׁמְנוּנִית [א. ב] דָּגִים וְעוֹפוֹת שֶׁמְּלָחָן זֶה עִם זֶה אֲפִלּוּ בִּכְלִי מְנֻקָּב הַדָּגִים אֲסוּרִין שֶׁהַדָּג רָפֶה וּבוֹלֵעַ דָּם הַיּוֹצֵא מִן הָעוֹף. וְאֵין צָרִיךְ לוֹמַר אִם מָלַח דָּג עִם בְּשַׂר בְּהֵמָה אוֹ חַיָּה:

Hat man Bratenfleisch auf Brot geschnitten, so kann dies gegessen werden, weil der dabei herausgepresste Saft nur Fett enthält.Hat man Fische und Geflügel zusammen gesalzen, wenn sogar in einem durchlöcherten Gefäße, so bleibt der Fisch verboten, weil er weicher als das Geflügel ist, und folglich das Blut, welches von diesem abfließt, einsaugt, geschweige denn, wenn man Fisch zusammen mit Fleisch von großen Tieren oder Wild einsalzte.

17 יז

עוֹפוֹת שֶׁהִנִּיחָן שְׁלֵמִים וּמִלֵּא חֲלָלָן בָּשָׂר וּבֵיצִים וּבִשְּׁלָן אֲסוּרוֹת שֶׁהֲרֵי דָּם יוֹצֵא לְתוֹכָן וְאַף עַל פִּי שֶׁמְּלָחָן יָפֶה יָפֶה. וַאֲפִלּוּ הָיָה הַבָּשָׂר שֶׁבְּתוֹכָן שָׁלוּק אוֹ צָלוּי. וְאִם צְלָאָן הֲרֵי אֵלּוּ מֻתָּרוֹת אַף עַל פִּי שֶׁהַבָּשָׂר שֶׁבְּתוֹכָן חַי וַאֲפִלּוּ פִּיהֶן לְמַעְלָה:

Hat man Geflügel unzerschnitten hingelegt, und es mit Fleisch und Eiern angefüllt und so gekocht, so ist es zum Genuss verboten, weil das Blut sich in das Geflügel zog, indem hier auch das starke Salzen nicht hilft; es ist sogar auch dann verboten, wenn das Füllfleisch vorher abgebrüht oder gebraten wurde; ward das gefüllte Geflügel gebraten, so ist es erlaubt, selbst wenn das Füllfleisch roh, und die Öffnung des Geflügels nach oben war.

18 יח

בְּנֵי מֵעַיִם שֶׁמִּלְּאָן עַל דֶּרֶךְ זוֹ בְּבָשָׂר צָלוּי אוֹ שָׁלוּק אוֹ שֶׁמִּלְּאָן בְּבֵיצִים וּשְׁלָקָן אוֹ קְלָאָן הֲרֵי אֵלּוּ מֻתָּרִין שֶׁאֵין מַחֲזִיקִין דָּם בִּבְנֵי מֵעַיִם. וְכֵן הוֹרוּ הַגְּאוֹנִים:

Hat man auf diese Weise Eingeweide mit Bratenfleisch, oder abgebrühtem Fleische, oder mit Eiern angefüllt und es dann abgebrüht und geröstet, so ist es zum Genüsse erlaubt, weil in diesem kein Blut enthalten ist; — so haben die Gaonim entschieden.

19 יט

עוֹפוֹת שֶׁטְּפָלָן בְּבָצֵק וּצְלָאָן בֵּין שְׁלֵמִים בֵּין מְחֻתָּכִין אִם טְפָלָן בְּסלֶת גַּסָּה אֲפִלּוּ הִסְמִיקָה הַטְּפֵלָה אוֹכֵל אֶת הַטְּפֵלָה מִפְּנֵי שֶׁסּלֶת גַּסָּה מִתְפָּרֶרֶת וְיוֹצֵא הַדָּם. וְאִם טְפָלָן בְּקֶמַח חִטִּים שֶׁלָּתְתָן אִם הָיְתָה הַטְּפֵלָה לְבָנָה כְּמוֹ הַכֶּסֶף מֻתָּר לֶאֱכל מִמֶּנָּה וְאִם לָאו אֲסוּרָה. טְפָלָן בִּשְׁאָר קְמָחִין אִם הֶאְדִּימוּ אֲסוּרִין וְאִם לֹא הֶאְדִּימוּ מֻתָּרִין:

Hat man Geflügel mit eingerührtem Mehl belegt und so gebraten, ganz gleich ob es ganz oder zerschnitten war, so kann man, wenn das Mehl grob war, die Mehlzutat essen, selbst wenn diese rot wurde, weil grobes Mehl im Braten mürbe, und dem Abfließen des Blutes nicht hinderlich wird; bestand die Zutat in geknetetem Weizenmehl, so darf man sie nur dann essen, wenn sie so weiß wie Silber ist; ist sie aber nicht weiß, so ist sie verboten; bestand die Zutat aus anderen Mehlsorten, so ist sie verboten, wenn sie rot wurde, und erlaubt, wenn sie nicht rot wurde.

20 כ

סַכִּין שֶׁשָּׁחַט בָּהּ אָסוּר לַחְתֹּךְ בָּהּ רוֹתֵחַ עַד שֶׁיְּלַבֵּן הַסַּכִּין בָּאוּר אוֹ יַשְׁחִיזֶנָּה בְּמַשְׁחֶזֶת אוֹ יִנְעָצֶנָּה בְּקַרְקַע קָשָׁה עֶשֶׂר פְּעָמִים. וְאִם חָתַךְ בָּהּ רוֹתֵחַ מֻתָּר. וְכֵן אֵינוֹ חוֹתֵךְ בָּהּ צְנוֹן וְכַיּוֹצֵא בּוֹ מִדְּבָרִים הַחֲרִיפִים לְכַתְּחִלָּה. וְאִם הֵדִיחַ הַסַּכִּין אוֹ שֶׁקִּנְּחָהּ בִּכְלִי מֻתָּר לַחְתֹּךְ בּוֹ צְנוֹן וְכַיּוֹצֵא בּוֹ אֲבָל לֹא רוֹתֵחַ:

Mit dem Messer, mit welchem man geschlachtet, darf man kein warmes gekochtes Fleisch schneiden, wenn es nicht zuerst im Feuer durchgeglüht oder auf dem Schleifsteine geschärft, oder in harte Erde zehn Mal hineingesteckt wurde; ist es aber dennoch geschehen, so ist das Fleisch auch alsdann zum Genuss erlaubt; eben so wenig darf man mit einem solchen Messer Meerrettich oder dergleichen scharfe Sachen schneiden; hat man aber das Messer, abgespült oder mit Etwas abgewischt, so darf man damit wohl Meerrettich und dergleichen schneiden, aber keineswegs Heißgekochtes.

21 כא

קְעָרָה שֶׁמָּלַח בָּהּ בָּשָׂר אֲפִלּוּ הָיְתָה שׁוֹעָה בַּאֲבָר אָסוּר לֶאֱכל בָּהּ רוֹתֵחַ לְעוֹלָם שֶׁכְּבָר נִבְלַע הַדָּם בַּחֲרָסֶיהָ:

Aus einer Schüssel, worin einmal Fleisch gesalzen wurde, ist es verboten, selbst wenn sie ausgezinnt war, je wieder etwas Siedendes zu essen, weil das Blut bestimmt in dieselbe gedrungen war.